Eine Konfirmandin schreibt zur Abholzung im Querumer Forst

01_Eine_Konfirmandin_schreibt_zur_Abholzung_im_Querumer_Forst.jpgLiebe Leserinnen und Leser,

nun ist es geschehen! Unser schöner Querumer Forst wird bald zu einer hässlichen und umweltunfreundlichen Startbahn für Flugzeuge. Unser Dorf wird sowieso nie so groß sein, um  einen riesigen Flughafen wie zum Beispiel in Hannover oder in Frankfurt zu haben. Der Flughafen hier in Waggum ist so schon viel zu nahe an unserem Dorf dran, und jetzt soll er auch  noch vergrößert werden???

Dies ist für UNSERE Gesundheit sehr schädlich, denn die Abgase verschmutzen UNSERE Atemluft. Wenn nur die Startbahnverlängerung wäre, wäre es nicht so dramatisch, aber dazu fällen Sie auch  noch 60.000 Bäume!

WIR BRAUCHEN die BÄUME zum ÜBERLEBEN!!!

Auch wenn die Naturschädiger versprechen, dass sie neue Bäume pflanzen werden, dauert es  viele Jahre, bis die Bäume wieder so groß sind wie jetzt. Umso größer die Bäume sind, umso  mehr Blätter haben sie, und jedes einzelne Blatt von ihnen betreibt Fotosynthese. Finden Sie  dies alles in Ordnung? Ich finde dies alles andere als in Ordnung!

Haben Sie sich schon mal Gedanken über die Hauptstraße gemacht? Jeden Morgen und jeden  Mittag fahren dort nicht nur Schüler, sondern auch arbeitstätige Leute lang. Außerdem  führt diese Straße direkt in Richtung Auffahrt der A2 lang. Dadurch sind wir, wenn dort die  Startbahn ist, von der Südseite her von der Stadt abgeschnitten.

Was hat unser Bürgermeister denn für Argumente? Herr Dr. Hoffmann erhofft sich dadurch mehr Arbeitsplätze und Forschung. Wenn die Leute aber durch die Abgase erkrankt sind, dann brauchen wir hier auch keine Arbeitsplätze mehr. In unserer Schule, dem Lessinggymnasium, regnet es rein, Schulklassen sind viel zu groß, genauso wie die Gruppen in den Kindergärten, und dem Oberbürgermeister ist es wichtiger, Beton in  unseren Wald zu gießen! Den Tieren wird der Lebensraum weggenommen, und der riesige Lärm kommt auch noch dazu. Hier möchte auch keiner mehr hinziehen, weil es einfach zu laut und zu schädlich für die Menschen ist. In Haiti ist eine große Hungersnot, diese Menschen brachen Geld, und wir geben hier Geld für eine unnötige Startbahnverlängerung aus.

Ich persönlich finde es schade und bin sehr traurig, denn mich verbinden schöne Erinnerungen mit unserem Wald. Viele Spaziergänge mit meinen Eltern, das Joggen, und viele Kindergeburtstage habe ich dort gefeiert. Man muss es einfach mit eigenen Augen sehen, was dort passiert! Dies ist so traurig, und die Bäume  tun mir richtig leid.

Wir Konfirmandinnen und Konfirmanden finden dies sehr schrecklich.

Als wir einen Baumfäller gefragt haben, wie er dies findet, meinte er: ,,Dies ist mein Job!“ Natürlich ist es sein Job, aber wenn man fragt, was mit den Bäumen ist, kommt die Antwort: “Holz ist ein nachwachsender Rohstoff!” Wir können nur die Köpfe schütteln  und werden NIE aufgeben!

Mit freundlichen Grüßen,

Ihre Konfirmandin Alina-Marie Ahner